PRESSEINFORMATION
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Bundestierärztekammer
Arbeitsgemeinschaft der Deutschen
Tierärztekammern e.V.
Oxfordstr. 10
53111 Bonn
Tel. (02 28) 7 25 46-0/-70, Fax 7 25 46 66
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Dr. Inge
Brinkmann
Nummer 3/07
16. Mai 2007 |
Souvenirs: ja!
Tiere: nein!
Die Bundestierärztekammer
warnt vor der spontanen Mitnahme
von Strandhunden oder Hotelkatzen aus dem
Urlaub. Trotz guter Absichten
können sich ungeahnte Probleme
ergeben – für Mensch und Tier.
Der Entschluss, ein oftmals
verwahrlostes oder halb verhungertes Tier
aus dem Urlaubsland mit nach Deutschland zu bringen, wird
meistens mit den besten
Absichten gefasst – und sehr spontan.
Die wenigsten
Touristen sind sich deshalb der möglichen Konsequenzen
bewusst.
So können sich bereits bei der
Einreise von Hunden und Katzen Schwierigkeiten
ergeben, besonders aus Urlaubsländern,
deren Tollwutstatus
nicht bekannt ist oder in denen die Tollwut noch in bestimmten
Gebieten auftritt.
Darunter sind beliebte
Reiseziele wie Ägypten, Tunesien oder die
Türkei. Die Tiere müssen
nämlich bei der Einreise aus
diesen Ländern tätowiert oder mit einem
Chip gekennzeichnet sein und ein amtliches
Gesundheitszeugnis muss die
gültige Tollwutimpfung dokumentieren.
Vorgeschrieben ist außerdem ein Bluttest, der
nachweist, dass das Tier
ausreichend gegen Tollwut geschützt ist.
Spontan geht da gar nichts,
denn der Test kann frühestens 30 Tage nach
der ersten Impfung des Tieres erfolgen.
Und zwischen Blutentnahme
und Einreise wiederum müssen mindestens drei Monate
liegen.
Werden die Bestimmungen nicht
eingehalten, kann das Tier in das Herkunftsland
zurückgeschickt oder monatelang unter Quarantäne
gestellt werden. Im schlimmsten
Fall droht sogar die Tötung.
Natürlich alles auf Kosten der
verantwortlichen Person, in diesem Fall
also derjenigen, die das Tier einführt.
Neben der Tollwut können mit
dem Vierbeiner aber auch andere schwere
Krankheiten eingeführt werden, die in Deutschland
normalerweise nicht vorkommen.
Eine der häufigsten „Importkrankheiten"
von Hunden ist die Leishmaniose.
Diese parasitäre
Erkrankung wird durch Sandmücken übertragen und ist im
Mittelmeerraum und tropischen Gebieten verbreitet.
Besitzer eines
erkrankten Tieres müssen für die langwierige Behandlung schon
mal tief in die Tasche greifen.
Doch im neuen Zuhause
angekommen warten zunächst andere Probleme:
Die ehemaligen Streuner leiden oft unter
Anpassungsproblemen, gewöhnen
sich nur schwer an die neue Umgebung und
werden verhaltensauffällig.
Und die frischgebackenen
Tierbesitzer können sich im Alltag plötzlich überfordert
fühlen – mit dem Ergebnis,
dass Hund oder Katze schließlich
in einem deutschen Tierheim landet.
Deshalb der Rat von der
Bundestierärztekammer:
Helfen kann man
den Tieren auch vor Ort. Spenden Sie beispielsweise Geld an
lokale Tierschutzorganisationen
oder unterstützen Sie Kastrationsaktionen,
um die Zahl der heimatlosen
Tiere langfristig zu verringern.
Diese Pressemitteilung steht
für Sie zum Download zur Verfügung unter
www.bundestieraerztekammer.de
(Rubrik: BTK >>>
Pressestelle).
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